Guten Morgen zusammen!
Wir hatten beim letzten Treffen oder auch zwischendurch angekündigt, dass die
kommende Sitzung im Januar die jährliche Mitgliederversammlung werden würde. Dem ist nicht
so. Das liegt daran, dass wir entgegen unserer Erinnerung erst im Frühjahr 2025 die erste
MV gemacht haben.
Wir treffen uns also am 21. Januar um 19 Uhr "ganz normal" im Klimabüro.
Bei Signal hatte ich schonmal einen Bürgerantrag geteilt für ein Feuerwerksverbot, hier
nochmal der Link, falls jemand nicht in der Gruppe ist und das unterstützen möchte:
https://www.duh.de/mitmachen/antrag-feuerwerksverbot/?utm_source=kk&utm…
sowie nochmal die Petition:
https://mitmachen.duh.de/boellerfreies-silvester/
Anbei unten noch eine Info vom BMUV, von Iris weitergeleitet, sowie darunter Infos von
Susanne Gura.
Einen schönen Tag und ein schönes Wochenende, bis bald!
Julia
Natürlicher Klimaschutz in Kommunen: Neustart und Erweiterung des BMUV-Förderprogramms
Das Bundesumweltministerium und die KfW setzen die im vergangenen Jahr im Rahmen des
Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) gestartete und stark nachgefragte
Fördermaßnahme „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ fort. Neu hinzugekommen ist die
Finanzierung von Entsiegelungsmaßnahmen zur Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen.
Bundesumweltministerin Steffi Lemke: „Mehr Natur in der Stadt hilft dabei, dass Wasser bei
Starkregen besser versickern kann und es mehr Kühlung bei extremer Hitze gibt. Deshalb
setzen wir das erfolgreiche ANK-Förderprogramm zur Verbesserung der urbanen grünen
Infrastruktur fort, damit mehr Grünflächen wie Parkanlagen oder kleine Wälder auf ehemals
versiegelten Flächen entstehen können. Die Entsiegelung von Flächen ist dabei eine
wichtige neue Komponente, die zusätzlich positiv wirkt.“
Kommunen erhalten im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) ab sofort
wieder Zuschüsse von bis zu 90 Prozent der Finanzierungskosten für Grünanlagen wie
Baumpflanzungen oder die Anlage kleiner, naturnaher Parkflächen sowie
Naturerfahrungsräumen und urbanen Wäldern. Gefördert werden auch die Umstellung auf ein
naturnahes Grünflächenmanagement und die Renaturierung innerörtlicher Kleingewässer.
Neu hinzugekommen ist die Förderung von Entsiegelungsmaßnahmen und die Erstellung
kommunaler Entsiegelungskonzepte. Die Förderung von Entsiegelungskonzepten für bebaute
Räume soll die vorhandenen Potenziale zur Wiederherstellung der natürlichen
Bodenfunktionen erschließen. Auf diese Weise werden Kommunen bei gezielten Maßnahmen zur
Steigerung der Biotop- und Artenvielfalt sowie des Wasserrückhalts in unseren Städten und
Gemeinden unterstützt. Gleichzeitig sollen Hitzestress sowie Lufttrockenheit im
Siedlungsraum anhaltend reduziert werden.
Für 2025 stehen für das neue Förderfenster insgesamt 178 Millionen Euro bereit, davon etwa
33 Millionen Euro für Entsiegelungsmaßnahmen und -konzepte. Im vergangenen Jahr ist
bereits eine Vielzahl von Projekten im Rahmen dieses Programms bewilligt worden.
Die Antragsstellung für das Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“
einschließlich des neuen Fördermoduls zu Entsiegelungsmaßnahmen ist ab dem 5. März 2025
bei der KfW wieder möglich. Zusagen können erteilt werden, sobald die neue
Förderrichtlinie mit Erscheinen im Bundesanzeiger in Kraft getreten ist.
Weitere Informationen:
Informationen zum ergänzten KfW-Programm finden Sie unter:
www.kfw.de/444
Informationen zum Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz finden Sie hier.
Das Kompetenzzentrum Natürlicher Klimaschutz (KNK), die zentrale Anlaufstelle für das
Thema Natürlicher Klimaschutz auf Bundesebene, mit weiteren Informationen zu Beratung und
Förderung finden Sie unter:
https://www.kompetenzzentrum-nk.de/
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Liebe FreundInnen der landwirtschaftlichen Vielfalt in der Bonner Region,
2026 drohen für die Vielfaltserhaltung gefährliche Entscheidungen:
* Strengere Bürokratie für Vielfaltssorten, die die Arbeit der kleinen beruflichen
ErhalterInnen stark belasten würde. Einer Studie zufolge würden die meisten ihr Angebot
verringen, verteuern oder sogar ganz aufgeben, wenn die Entwürfe für ein neues
EU-Saatgutrecht beschlossen würden. * Dagegen würden Gentechniksorten praktisch von
allen bisherigen Vorschriften befreit: Verbraucherkennzeichnung und Risikoprüfung könnten
abgeschafft und Patente erlaubt werden – ein Geschenk an die Agrarkonzerne, wenn der
Entwurf zur Deregulierung der Neuen Gentechnik beschlossen würde.
Das entscheidende Jahr beginnt mit der Grünen Woche in Berlin – warum nicht zur Demo
fahren und mit mehreren zehntausend Menschen – unvergesslich! - für die Agrarwende
demonstrieren?
Deswegen beginnt unser Saatgut-Kalender für die Bonner Region mit dem Termin in Berlin. Er
endet mit dem heute erschienenen Konzernatlas 2026.
Viel Freude an der Vielfalt wünscht die
Regionalgruppe Bonn
Susanne Gura
https://www.nutzpflanzenvielfalt.de/regionalgruppe/16
Samstag, 17. Januar 2026 in Berlin
12- 15 Uhr „Wir haben es satt!“-Demo zur Grünen Woche
Anschließend Agrarwende-Fest in der Heinrich-Böll-Stiftung, mit Vorträgen, Workshops und
einem Saatgut-Stand des VEN
Kommen Sie zahlreich und gut gelaunt, und bringen Sie Poster mit! zB Wir haben Gentechnik
satt! Oder: Freiheit für die Vielfalt! Vielleicht haben Sie ein Kostüm: Biene, Huhn,
Schwein, oder eine andere bunte Idee? Trillerpfeifen, Trommeln? Es braucht richtig viel
Unterstützung.
Falls Sie selbst nicht nach Berlin fahren, machen Sie doch bitte Ihre Kontakte darauf
aufmerksam.
Mehr dazu:
https://www.wir-haben-es-satt.de/ Dort gibt es auch Werbematerial für die
Demo.
Donnerstag, 22 Januar 2026 um 18 Uhr
„Regionale Vielfalt und globale Monopole“, Vortrag von Dr. Susanne Gura, Verein zur
Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN)
Hörsaal Botanik, Nussallee 4, 53115 Bonn
Veranstalter: Botanische Gärten der Universität Bonn & Freundeskreis der Bonner
Botanischen Gärten e.V.
Traditionelle Sorten von Tomaten und anderem Gemüse sind lecker und gesund. Engagierte
Menschen haben einen Teil der alten Sorten über viele Jahrzehnte gerettet und heute können
Hobbygärtner*innen das Saatgut direkt von den Erzeuger*innen kaufen. Bei manchen Arten wie
Tomaten, Bohnen, Erbsen und Salat ist es gar nicht so schwierig, Saatgut im eigenen Garten
selbst zu ernten.
Aktuell entstehen neue Bedrohungen der Vielfalt durch zwei EU-Gesetzesvorhaben: die Reform
des Saatgutrechts und die Deregulierung der neuen Gentechniken. Ein bebilderter Vortrag
erklärt leicht verständlich, was Nutzpflanzenvielfalt und ihre Erhaltung für uns
bedeuten.
Samstag, 21. Februar 2026 - 11: bis 17 Uhr
Saatgutbörse im Hunsrücker Holzmuseum
Weiperath 79, 54497 Morbach
- Vielfältiges Saatgut von verschiedenen Anbietern
- Obstbaumveredelung: Von den Besuchern mitgebrachte Reiser von einem Lieblings-Obstbaum
werden gepfropft und können so als Bäumchen wieder mitgenommen werden
- Saatgut-Tausch-Tisch
- Verschiedene andere Stände: Kunsthandwerk, Pflanzkartoffeln, ....
Sonntag, 22. Februar 2026 - 11 bis 17 Uhr
SAMEN-FEST - 11. Saatgutbörse für die Region Eifel-Mosel-Hunsrück
Birkenweg, 54538 Bengel
Interessierte können Saatgut von besonderen, regionalen und vor allem samenfesten
(nachbaubaren) Sorten tauschen und teilen sowie bei regionalen Saatgutproduzenten kaufen.
An diesem Tag bekommt Ihr auch Infos zur regionalen Erhalterinitiative "Solidarische
Saat" und zum "Vielfalts-Sortengarten Wittlich" und könnt die aktiven
SortenerhalterInnen und die regionalen Nutzpflanzensorten wie die Bengeler Zuckererbse,
den Übereisenbacher Porree, die "Bausendorfer Gescheckte" Stangenbohne oder die
Irmenacher Buschbohne kennen lernen!
Es gibt mittags einen leckeren Eintopf, Kaffee & Kuchen. Weitere Infos und Programm
findet man Anfang 2026 auf der Webseite
www.ogvbengel.de
Samstag, 28. Februar 2026 – 10 bis 17 Uhr
Saatgutfestival Köln
VHS Studienhaus am Neumarkt, Cäcilienstraße 35, 50667 Köln
Saatgutfestival mit vielen Anbietern alter, samenfester Sorten - und einem umfangreichen
Begleitprogramm.
Samstag, 14. März 2026 - 11 bis 17 Uhr
Saatgutfestival Düsseldorf
Geschwister-Scholl-Gymnasium, Redinghovenstr. 41, 40225 Duesseldorf
Zahlreiche ErhalterInnen bieten Saatgut von Vielfaltssorten an und ein Programm mit
Vorträgen und Workshops wird vorbereitet.
Die Regionalgruppe Düsseldorf des VEN ist mit einen großen Stand dabei, an dem es neben
Saatgut viel Information rund um das Thema Sortenerhaltung und Saatgutpolitik gibt.
Sonntag, 15. März 2026 – 12 bis 15 Uhr
Saatgutbörse im Nutzpflanzengarten der Botanischen Gärten der Universität Bonn
Katzenburgweg, 53113 Bonn-Poppelsdorf
Saatgut von Vielfaltssorten zum Tauschen und zum Kaufen, frei von geistigen
Eigentumsrechten und Gentechnik, und es lässt sich sortenrein weitervermehren.
Veranstalter: Regionalgruppe Bonn des VEN und Nutzpflanzengarten
Mehr Infos, auch zu Saatgutveranstaltungen bundesweit
unter
www.nutzpflanzenvielfalt.de und für Bonn
unter
https://www.nutzpflanzenvielfalt.de/regionalgruppe/16
Abschließend ein Lesetipp, der heute erschienene
Konzernatlas 2026
Daten und Fakten über die Agrar- und Lebensmittelindustrie
Die Coronapandemie und der russische Angriffskrieg auf die Ukraine haben gezeigt, wie
fragil globale Agrarlieferketten sind und wie stark die Auswirkungen volatiler
Weltmarktpreise sein können. Unser Ernährungssystem ist deshalb so anfällig für Krisen und
Preisschocks, weil es stark konzentriert ist: auf wenige zentrale Agrarrohstoffe, auf
wenige exportstarke Anbauländer und auf wenige Agrarkonzerne. Sie dominieren die Märkte
von den landwirtschaftlichen Betriebsmitteln bis zum Einzelhandel.
Der Konzernatlas 2026 zeigt auf, warum die steigende Marktkonzentration im Agrar- und
Ernährungssektor problematische Folgen hat: Je mächtiger die Unternehmen, desto effektiver
können sie Politik beeinflussen und Regulierung verhindern, aber auch Preise setzen.
Gleichzeitig präsentiert der Atlas politische Instrumente, die die Markt- und Lobbymacht
dieser Konzerne eindämmen können, und verweist auf erfolgreiche Initiativen für gelebte
Ernährungsdemokratie.
Herausgegeben von Heinrich-Böll-Stiftung, BUND und dem Dachverband Kritische Aktionärinnen
und Aktionäre
Mit 19 Themendoppelseiten und vielen Abbildungen
Download und kostenlos gedruckt bestellen
https://www.boell.de/de/konzernatlas
Bestellen Sie doch zwei und schenken Sie ein Exemplar Ihrer Stadtbibliothek!