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Betreff: „Dann war’s das“
Datum: Wed, 08 Apr 2026 15:32:08 +0000
Von: Luisa Neubauer und Christoph Bautz <info(a)campact.de>
An: wernervoelker(a)posteo.de
Vier Demos, Zehntausende auf der Straße: Komm am 18.4. vorbei und rette
die Energiewende.
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Hallo Werner,
„wenn das jetzt kommt, war's das mit den Erneuerbaren. Dann baut niemand
mehr ein Windrad.“ Diese Worte fielen, als wir mit einer Expertin aus
der Erneuerbaren-Branche sprachen. Sie haben sich uns, Luisa Neubauer
und Christoph Bautz, eingebrannt. *In diesem Moment erkannten wir, wie
einschneidend Katherina Reiches Pläne sind*. Die
CDU-Wirtschaftsministerin möchte die Förderung für Solaranlagen auf
Eigenheimen streichen und Wind- und Solarparks ausbremsen.^[1,2]
Stattdessen will sie Öl- und Gasheizungen begünstigen – obwohl
Wärmepumpen gerade durchstarten und wir uns wegen des Iran-Kriegs in
einer Energiepreiskrise befinden.^[3,4,5]
Seitdem arbeiten wir fast rund um die Uhr. Gemeinsam mit
Umweltverbänden, Initiativen, Beschäftigten aus der Erneuerbaren-Branche
und Klimaaktivist*innen organisieren wir etwas Großes: vier Demos in
vier Städten. *Am 18. April – Samstag in einer Woche – wollen wir mit
Zehntausenden in Berlin, Hamburg, Köln und München für die erneuerbaren
Energien auf die Straße gehen.* Wir spüren, dass hier eine echte
Bewegung entstehen könnte. Denn Reiche ist zu weit gegangen.
Das ist eine einmalige Chance. Wir sind aufgeregt, denn dieses Mal gehen
nicht nur Klimaschützer*innen und Erneuerbaren-Fans auf die Straße. Uns
erreichen Rückmeldungen aus dem Handwerk, von Unternehmen, aus dem
Mittelstand. *Der Widerstand vereint Generationen und ganz verschiedene
Teile unserer Gesellschaft – und könnte die Ministerin stoppen.* Wenn
Umfragewerte, Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft auf dem Spiel stehen,
wenn potenzielle Wähler*innen auf die Straße gehen, könnten Reiches
Pläne dort scheitern, wo über sie entschieden wird: bei den Spitzen der
Koalition.
Auf den Demos – unter anderem bei Dir in Köln – zeigen wir, dass wir uns
die Erneuerbaren nicht nehmen lassen. Unser Ziel: Zeitungen und
Nachrichten berichten über eine Gesellschaft, die ihre Energiewende
verteidigt. *Dafür setzen wir auf Dich, Werner.* Bitte komm am 18. April
zur Demo auf den Heumarkt und bring Verwandte und Freund*innen mit.
*Ort:* Heumarkt, Köln (Stadtplanlink
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*Zeit:* Samstag, 18. April, 12 Uhr
Damit alles klappt, arbeiten wir und viele andere gerade auf Hochtouren.
Klicke jetzt auf den Button und gib Bescheid, ob Du dabei bist! Das
hilft uns bei der Planung.
Ja, ich komme zur Demo in Köln
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Ich kann nicht teilnehmen, aber spende für die Demo
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Zwischen uns – Luisa und Christoph – liegen zwei Jahrzehnte. Wir kommen
aus unterschiedlichen Generationen.
Mich, Luisa, haben die riesigen Kohlegruben im Rheinland schockiert. Ich
kann mich gut erinnern, wie ich am Rand des Tagebaus Garzweiler stand
und sah, was die Kohlebagger alles zerstörten: uralte Wälder, ganze
Dörfer, wertvolles Ackerland. *Gemeinsam mit Tausenden Menschen
erkämpfte ich damals den Kohleausstieg* – und den rasanten Ausbau der
Erneuerbaren in den letzten Jahren.
Ich, Christoph, erinnere mich an die langen, kalten Nächte auf den
Gleisen und Straßen im Wendland. Als wir gewaltfrei die Castortransporte
blockierten und Wasserwerfer uns von der Straße fegten. Das Gefühl der
Ohnmacht. Jahre später dann der Erfolg: Nach Fukushima musste
ausgerechnet eine schwarz-gelbe Bundesregierung den Atomausstieg und die
Energiewende beschließen. *Wir hatten gewonnen.*
Uns haben unterschiedliche Konflikte und Zeiten geprägt. Gestritten
haben wir für dasselbe: eine Energiewende, die uns unabhängig, sicher
und frei macht.
Vielleicht hast auch Du Deine eigene Geschichte des Widerstands, warst
in den 1980ern in Wackersdorf, Brokdorf oder Gorleben dabei. Oder mit
Fridays For Future auf der Straße. Vielleicht hast Du auch eine
Solaranlage auf dem Dach oder denkst seit einigen Wochen: Für meine
Gasheizung und meine Tankfüllung soll niemand Kriege führen. Wie auch
immer Deine Geschichte aussieht – sie gehört dazu. *Denn die
Energiewende wurde nie von Einzelnen errungen, sondern immer von vielen
gemeinsam.*
Jetzt sind wir alle wieder gefragt, das zu verteidigen, was wir erkämpft
haben – gegen die Wirtschaftsministerin, die vor allem auf die fossile
Lobby hört. *Komm am Samstag, dem 18. April zur Demo in Köln* – und
bring alle mit, die Du kennst. Sag uns bitte kurz, ob wir auf Dich
zählen können.
Ja, ich komme zur Demo in Köln
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Ich kann nicht teilnehmen, aber spende für die Demo
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Herzliche Grüße
Luisa Neubauer, Klimaaktivistin
Christoph Bautz, Campact-Vorstand
PS: Am Wochenende wurde bekannt, dass Reiche für zwei Millionen Euro
externe Berater*innen anheuern will – da die Fachebene im Ministerium
nicht dabei mitzieht, die Energiewende auszubremsen.^[6] Auch wir können
uns ihrer Lobbypolitik für E.ON und RWE entgegenstellen und die Demos
groß machen. Egal, ob Du ein alter Hase bist oder zum ersten Mal auf die
Straße gehst – am 18. April zählt nur, dass Du dabei bist.
Ja, ich komme zur Demo in Köln
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Ich kann nicht teilnehmen, aber spende für die Demo
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[1] „Reiche-Ministerium plant Einschnitte bei der Solarförderung“, Zeit
Online, 26. Februar 2026
[2] „Netzpaket sorgt für Kritik“, Frankfurter Allgemeine Zeitung Online,
10. Februar 2026
[3] „So will die Koalition die Regeln für Heizungen ändern“, Tagesschau
Online, 24. Februar 2026
[4] „Wärmepumpen auf dem Vormarsch“, taz Online, 27. Juli 2025
[5] „IEA-Chef warnt vor schwerster Energiekrise seit Jahrzehnten“, taz
Online, 23. März 2026
[6] „Reiche will Kernaufgaben des Wirtschaftsministeriums an externe
Berater auslagern“, Spiegel Online, 3. April 2026
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